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Häufig gestellte Fragen - Seite 4
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Chirurgische Therapie: Prinzipiell unterscheidet man zwischen Lappenoperation, Scalpreduktion und Haartransplantation.
Lappenoperation: Am Capillitium werden behaarte Lappen in haarlose Bereiche nach vorne verlegt. Vorteil: Verlagerung von vielen Haaren auf einmal. Nachteil: lange Narben, keine ästhetischen Übergänge vom haarlosen zum behaarten Areal, operatives Risiko.
Scalpreduktion: Die Glatze wird excidiert und die behaarten Anteile einander angenähert. Meist sind mehrere Sitzungen nötig. Vorteil: kein Haarverlust. Nachteil: Wochen bis Monate anhaltende postoperative Schmerzen durch die Spannung bzw. Dehnung der Kopfhaut, Narbenbildung.
Haartransplantation: Aus dem occipitalen Spenderareal zwischen dem rechten und linken Ohr, wird nach vorheriger Kürzung der Haare (auf ca. 3mm Länge) ein behaarter Hautstreifen excidiert und Grafts präpariert. Dabei wird schonend ohne Beschädigung der Haarfollikel überschüssiges Gewebe entfernt und je nach Bedarf Mikro- (1-3 Haare), Mini- (3-6 Haare) und Makrografts (>6 Haare) geschnitten. Die Verpflanzung von großen Grafts (Punch-Grafts bis zu 10 Haaren) bewährte sich nicht, unnatürliches Aussehen und Gießkannenphänomen (strahl-, büschelartiges Auswachsen der Haare) waren die Folge. Heute werden an der Stirnhaargrenze Mikrografts und maximal im Scheitelbereich Minigrafts verwendet. Vorteil: keine störende Narbenbildung, Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie durchführbar, komplikations-, schmerzarmer, postoperativer Verlauf.
Dauerergebnisse: Auch die chirurgische Therapie hat ihre Grenzen da die Haarverpflanzung von der vorhandenen Spenderregion abhängig ist. Sie stellt keine quantitative Haarvermehrung dar und ist bei der Alopecia areata wirkungslos. Der Vorteil liegt sicherlich am schneller sichtbaren und dauerhafterem Ergebnis.
Zusammenfassend: Im Vergleich ist die konservative Therapie schmerzlos, der Erfolg meist auf die Anwendungsdauer des Medikamentes beschränkt und im wesentlichen eher zur Therapie des diffusen Effluviums geeignet. Die chirurgische Therapie ist aufwändiger, mitunter schmerzhaft, der Therapieerfolg ist nicht an eine Dauermedikation gebunden, und eher beim androgenen Haarausfall indiziert.
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